Was, wer, wann

Begleitender Reader zur Ausstellung

Der Reader soll die Ausstellung theoretisch ergänzen. Eine Zusammenstellung aus Zitaten wissenschaftlicher Literatur sowie persönlichen Geschichten aus dem Leben der Künstlerin laden ein, sich mit der Diskriminierung dicker_fetter Körper weiterführend auseinanderzusetzten.
Der Reader hat eine Auflage von 100 in gedruckter Version und kann hier als PDF heruntergeladen werden.

Layout und Illustrationen: Lale Ortak und Hanna Müller.

Download: hier.

15.01.22  19 Uhr 
Intersektionale Perspektiven auf Kunst - ein Expert:innengespräch zur Ausstellung "Extra Bold" von Carmen Westermeier - mit Charlotte, Christelle und Mary.

Aya-Charlotte Armah

Aya-Charlotte Armah (keine Pronomen/ sie) ist eine dicke/fette lightskinned Schwarze, queere
Person. Sie ist Sozialarbeiter:in mit dem Schwerpunkt Kultur und Medien und hat einen
Masterabschluss im Bereich „Performative Künste in Sozialen Feldern“. Aya-Charlotte setzt sich
seit mehreren Jahren künstlerisch mit dem Thema Körperfett, Bodyacceptance und
zusammenhängend damit, auch mit intersektionalen Fragestellungen auseinander. Einige ihrer
künstlerischen Arbeiten teilt sie auf ihrem Instaaccount @normaproforma mit ihren Follower:innen.
Aya-Charlotte ist seit 2020 in der Lokalgruppe Frankfurt der Initiative Schwarze Menschen in
Deutschland (ISD) aktiv.


Mehr auf Instagram unter @normaproforma.


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15.01.22  19 Uhr 
Intersektionale Perspektiven auf Kunst - ein Expert:innengespräch zur Ausstellung "Extra Bold" von Carmen Westermeier - mit Charlotte, Christelle und Mary.

MARIA GONZÁLEZ LEAL

MARIA GONZÁLEZ LEAL, @BodyMary positioniert sich als Afro-Cubanisch-deutsch, fett, queer und ost-sozialisiert.
Als Antiskrimierungsberater*in, Bildungsreferent*in, Workshopleiter*in und Moderator*in arbeitet und forscht Maria González Leal in den Bereichen Beratung, Öffentlichkeits- und Aufklärungsarbeit. Der intersektionale Arbeitsansatz fokussiert dabei die Themen: Antirassismus, Gewichtsdiskriminierung, Intersektionaler Feminismus, Queerness, nicht sichtbare Ge_Behinderung, psychische Erkrankung als Behinderung, Chronische Erkrankung und vererbte Armut. Ziel ist es verschiedene Diskriminierungsformen, Mehrfachdiskriminierungen und deren Verbindungen miteinander sichtbar zu machen und Lösungsansätze mit Verbündeten zu konzipieren, um Gewaltstrukturen abzubauen. In den sozialen Netzwerken des Accounts @body_mary werden diese Themen interdisziplinär in Form von Texten, Bildern, Videos und Podcasts aufgearbeitet.


Mehr auf Instagram unter @BodyMary.


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15.01.22  19 Uhr 
Intersektionale Perspektiven auf Kunst - ein Expert:innengespräch zur Ausstellung "Extra Bold" von Carmen Westermeier - mit Charlotte, Christelle und Mary.

Christelle Nkwendja-Ngnoubamdjum 

Christelle Nkwendja-Ngnoubamdjum (sie/ihr) ist eine Schwarze fette Cis-Frau, wohnhaft in Offenbach und hat 2018 an der Goethe-Universität ihren Magister in American Studies, Politik und Soziologie gemacht. Christelle ist Co-Herausgeberin des Sammelbands “Spiegelblicke- Perspektiven Schwarzer Menschen in Deutschland” (2015) und Co-Autorin im Sammelband “Schwarz wird großgeschrieben” (2021). Sie ist mit Schwarzen Bewegungen in Deutschland verbunden und befasst sich aus einer aktivistischen, intersektionalen und emotionalen Perspektive mit Themen rund um Gewichtsdiskriminierung, Fat-Acceptance/Liberation und Anti-Schwarzen Rassismus.

Mehr auf Instagram unter @nkweeny.

Foto: Katharina Dubno


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8.1., 21 Uhr 

Dj-Set: Joey Lou (Zena Kollektiv) Heidelberg 

Joey Lou is a German performance Artist, Musician and DJ based in Utrecht. 

Behind the Decks she serves her audience with a taste for breakbeat, minimal-melodic Techno and 90s synth wave influenced by her early passion for the german queer club culture. 

Besides playing behind the Decks Joey Lou also takes a more Activist role as co-founder of the German electronic female collective Zena Kollektiv based in Heidelberg. 

 
Ambient – Melodic Techno – Breakbeat - 90s Synth

Instagram: @lou.do.lou 

Soundcloud: https://soundcloud.com/djjoeylou


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8.1., 19 Uhr 

Dj-Set by Zena Kollektiv Heidelberg 

ZENA STANDS FOR MORE FLINTA* PRESENCE IN THE MUSIC SCENE.

OUR GOAL IS TO COUNTERACT STEREOTYPES AND GENDER ROLES, TO SUPPORT FLINT* ARTISTS IN CLUB CULTURE AND TO CREATE A MORE DIVERSIFIED MUSIC SCENE.

listen: https://soundcloud.com/zenakollektiv


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22.1., 14-16 Uhr 

Workshop: Fettgewebe begegnen - wenn Fett-Empowerment am eigenen Körper erfahrbar wird. 

Mit Mäks Roßmöller

Auch als Feminist_innen hört Fett und Körper feiern oft da auf, wo es am wichtigsten wäre: beim eigenen Bauch! Fettgewebe ist gleichzeitig hochprivat/versteckt und omnipräsent/öffentlich in den Mainstreammedien als Ergebnis von Versagen, mangelnder Selbstkontrolle und Faulheit. Obwohl es so viel über dich aussagen soll, wird es gleichzeitig als etwas gerahmt, das kein Teil von dir ist. Das wie ein Parasit an dir wächst und sich von Verfehlungen und Willensschwäche nährt. Das es loszuwerden gilt. Um fast jeden Preis. Kommt dir das bekannt vor? Auch wenn wir die Abwertung dicker_fetter Körper analytisch als sexistische, klassistische und rassistische Scheiße entlarven können, schreiben sich diese Inhalte doch in unsere Körper und unsere Beziehung zu Fettgewebe ein. In diesem Workshop wollen wir Fettgewebe gemeinsam begegnen in seiner konkreten Form in unseren Körpern. Wir wollen uns dem widmen, was ein Online-Artikel kaum abdecken kann: uns unserem Fett spürend hinzugeben und neue Anker der Wertschätzung zu setzen, die schwer durch reines Nachdenken in die Welt kommen.

Indem Fett als Gewebe an den verschiedensten Stellen im Körper ein neuer Rahmen gegeben wird, gibt es Platz um Fett in seiner Eleganz, Transformativität und Widerstandskraft zu feiern. Wie ist Fettgewebe eigentlich aufgebaut?  Über welche unterschiedlichen Funktionen unterstützt mich Fettgewebe jeden Tag und wie kommuniziert es mit anderen Organen und Strukturen?

Um das dann nicht nur zu wissen sondern zu spüren, werden wir uns Fettgewebe mit verschiedenen körperbezogenen Methoden nähern, die aus den Bereichen der somatischen Arbeit (u.a. Continuum Movement, BodyMindCentering, erfahrbare Anatomie) stammen. Wenn das mit kreativen Methoden wie z. B. automatischem Schreiben kombiniert wird, ist das fat magic in voller Blüte!

Es braucht weder somatische Vorerfahrung noch besondere (mentale) Fitness. Du darfst mit all deinen Zweifeln und Ungereimtheiten mit deinem Körper(-fett) da sein, come as you are. Der Workshop ist als Auftanken konzipiert: um dich an der Fülle deines Körperfetts zu nähren, dich zu spüren. Pausen sind immer erwünscht. Du bleibst Kapitän_in deines Prozesses.

Workshop findet online statt. 
Anmeldung über Kontaktformular! 

29.1. Konzert: Bird Berlin

Jede Pyjamaparty endet vor oder im Kühlschrank und es läuft uns schier das klebrig, knutschende Wasser im Mund zusammen. Nahezu unerreichbar neben den auftauenden Mangostückchen glänzt etwas pralles, rundes, leckeres an den Pfirsichwangen hervor. Mitten zwischen den Früchten des Funks schlemmt sich Bird Berlin durch den reich bestückten Glitzer-Pop-Obstkorb und kommt aus dem grinsen nicht heraus. Saftig, waghalsige Beats begleiten diese tanzende Schlämmerfreude und als das Glockenstimmchen ertönt tropft uns der Karibik-Kiwi-Smoothie elegant über das Kinn. Endlich satt, glücklich und erfrischt über beide Grübchen drehen wir wieder an der Twisterscheibe und erwischen: linker Fuss auf Gold - Beide Augen auf Wow.

Bird Berlin ist eine One-Man-Glitzer-Show. Zu den Beats seines iPods singt und tanzt diese optische Täuschung soft bekleidet und leichtfüßig wie eine Elfe. Lasst euch die Lichtbrechungen an seinem glänzenden Körper nicht entgehen und tanzt ein letztes mal den Birdi mit ihm.

https://birdberlin.bandcamp.com

Photo by Cris Civitillo

8.1. Konzert: Brnjsmin

Intim, sphärisch und experimentierfreudig.
Giovanni Raabe macht als 'Brnjsmin' Sound, der irgendwo zwischen Ambient, IDM und experimenteller Elektronik einzuordnen ist.
Effekte basierte Klänge entstehen teils improvisiert, teils vorbereitet, als Samples oder von Synths gespielt.

http://brnjsmin.bandcamp.com

Paradoxon hat eine Website

https://www.paradoxon-heidelberg.com

Ein neuer Raum der Begegnung,  Entdeckung und Entfaltung. Das Paradoxon, die etwas andere Kunstgalerie, in der märchenhaften heidelberger Altstadt, lädt zukünftig ein Kunst und Kultur anders zu erleben.
Das Paradoxon, eine Anlage für kulturelle Zwecke. 

Carmen Westermeier:

Carmen Westermeier ist Medien- und Performance-Künstlerin, freie Referentin und Aktivistin in Heidelberg. Sie widmet sich im Wesentlichen der feministischen Epistemologie und verfolgt eine körper-politische, künstlerische Praxis. Bisher hat sie sich in ihrer Arbeit vor allem von einem forschend-kritischen Habitus leiten lassen, den sie innerhalb der neuen Medien, der Fotografie, Video oder in Form von Installationen und Performance Kunst verfolgt. Gezeigt wurden ihre Werke bereits in der CFA Berlin, im Kunstpalais Erlangen, im Cultural Transit in Russland, an der HfBK Hamburg, im Nextex in St. Gallen oder beim Young Urban Performances in Osnabrück.

Unter anderem ist sie registrierte Dozentin bei in.pulse Bayern und kooperiert als freie Referentin mit verschiedenen Initiativen deutschlandweit, zum Beispiel den MusicWomenGermany oder unterrichtete an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg zum Thema Gender und Kunst.

www.carmen-westermeier.de